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30.09.2016 - 09:29 Uhr

Unsere Esskultur der Zukunft oder per Touchscreen im Schnelldurchlauf - Eine Kolumne von Marion Albrecht

Eine Kolumne von Marion Albrecht. Teil 3. Täglich werden wir mit vielen Theorien und Angeboten zugeschüttet, die sich mit gesunder Ernährung befassen. Statistiken beweisen angeblich die Wirksamkeit. Als grundsätzlicher Gegner von Statistiken, da zu jeder Auswertung stets auch eine Gegendarstellung zu finden ist, verlasse ich mich lieber auf meinen gesunden Menschenverstand.

Die Ernährungsformen reichen von Vegetarismus, dem ich mich übrigens seit einem halben Jahr selbst verschrieben habe, bis zur steinzeitlichen Ernährung, auch Paleo genannt. Hier steht die Aufnahme von Fleisch im Mittelpunkt. Es gibt Veganer, Rohköstler und Frutarierer. Die Ernährungsweisen reichen von alltäglich bis absurd. Wenn es um das Essen geht, werden viele von uns ganz plötzlich zu Experten. Hier möchte ich mich nicht einreihen, weil ich ganz weit davon entfernt bin. Ich ernähre mich seit einiger Zeit vegetarisch, weil ich einfach keinen Appetit mehr auf Fleisch und Wurstwaren verspüre. So einfach ist das.

Jeder hat seine eigene, oft gut begründete Philosophie und vertritt diese mitunter vehement. Es gibt schon genug Diskussionen über die richtige Ernährungsform und deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht auf Einzelheiten eingehen, sondern alles ein wenig mit Humor nehmen. In Holzminden hat ein futuristischer Umbau einer großen Fastfoodkette stattgefunden. Mc Donalds investiert in die Zukunft und erstrahlt in neuem familienfreundlichen Glanz. Weser-Ith News berichtete bereits ausführlich. Die Zukunft liegt also im Fast Food Bereich? Das ist toll, schnell und vor allem unpersönlich. Die Burger sind variabel gestaltbar. Mal mit mehr Käse, mal mit zwei Salatblättern, statt einem. Die Familienfreundlichkeit drückt sich im neu gestalteten Spielbereich aus. Was kann sich "Kind" mehr wünschen? Die Erziehungsberechtigten können sich entspannt zurücklehnen und die selbstkomponierten Pommes mit oder ohne Schranke genießen, während sich das Kind in einem sicheren Raum austoben darf. Was lernen unsere Kinder dabei?

Ich bevorzuge weitaus mehr Mahlzeiten, wie sie bereits meine Oma zubereitet hat. Diese Ernährungsform hat übrigens auch einen Namen: Clean Eating. Ich versuche ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker auszukommen und kaufe regional und vor allem saisonal ein. Wenn ich mir den Luxus gönne, essen zu gehen, möchte ich vor allem Ruhe haben und meine Speisen ohne einen Berg von Verpackungsmüll genießen. Vielleicht bin ich aber auch altmodisch und gehe nicht mit der Zeit? Oder ist es ein Kostenfaktor? Tja...hier kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden, Ich lasse mich lieber von einem netten Kellner bedienen und beraten als von einem futuristischen Monitor mit Screen Touch Funktion zum nächsten Burger leiten. In diesem Sinne bis nächste Woche. Marion Albrecht


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