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02.12.2016 - 10:28 Uhr

Ein Lichtlein brennt… Eine Kolumne von Marion Lindhof

Die Adventszeit ist wunderbar. Als erstes fallen mir die vielen Lichter ein. Kerzen brennen und zauberhafter Weihnachtsschmuck erhellt die dunklen Straßen. Die Auslagen und Schaufenster der Geschäfte sind festlich geschmückt. Weihnachtsmärkte locken mit Glühwein, Punsch und aromatischen Düften. Nun sind die dunklen Tage leichter zu ertragen. Irgendwie mystisch und weihevoll dürfen wir den Dezember träumerisch genießen und uns schon ganz auf das Fest der Liebe einlassen und vorbereiten. Weihnachtsfeiern mit stimmungsvoller Musik und gutem Essen sind nun an fast jedem Wochenende angesagt.

Wäre da doch bloß nicht dieser unheimliche Stress und Druck. Wir hetzen, in einer Menge von anderen Suchenden durch die Kaufhäuser, surfen im Internet und möchten die perfekten Geschenke für unsere Liebsten finden, oftmals auf den letzten Drücker. Die Umsätze im Einzelhandel steigen und viele beklagen, dass das einst christliche Fest auf eine starke Kommerzialisierung hinausgelaufen ist und damit die Bedeutung des religiösen Hintergrundes verloren gegangen ist.

Die Wohnungen und Vorgärten werden weihnachtlich geschmückt. Manchmal sehr schön und geschmackvoll; ab und zu für meine Empfindungen jedoch ein bisschen zu viel. Dann sticht ein Haus in der Straße ganz besonders hell hervor und ich fühle mich eher wie in Las Vegas. Die Eigentümer freuen sich bestimmt auf die Stromrechnung. Da hat wohl jeder ein anderes Empfinden und einen anderen Geschmack und so bleibt es abwechslungsreich.

Ich mag die kleinen Weihnachtsmärkte am liebsten. Hier werden Waren aus der Region angeboten und es gibt viel Selbsthergestelltes und Gebasteltes. Die Vereine bekommen hier eine Chance sich zu präsentieren und die Kassen klingen zu lassen.

Die Weihnachtszeit ist eine gute Möglichkeit, um wieder ein bisschen näher zusammenzurücken. Familien und Freude finden sich zum Freudentag am Heiligen Abend ein, um das Fest der Liebe gemeinsam zu zelebrieren.

Viele Menschen gehen jedoch mit gemischten Gefühlen auf die Weihnachtstage zu, denn leider birgt diese Zeit auch ihre Schattenseiten. Geborgenheit steht oft im krassen Gegensatz zu Einsamkeit, Kälte, Frust und Angst. Gerade ältere Menschen, die ihren Partner verloren und deren Kinder schon lange aus dem Haus sind, sitzen verlassen in ihren Wohnungen. Unsere Gesellschaft driftet immer mehr in eine egomane und narzistische Richtung ab, dabei sind wir soziale Lebewesen und fühlen uns letztendlich nur in der Gemeinschaft gut aufgehoben und sicher.

Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Christstollen, selbstgebackenen Plätzchen und Geschenke. Vielmehr ist es die Zeit der Liebe, inneren Einkehr und des Friedens. Frieden und Wohlergehen für alle Menschen. Das wäre schön! Frieden gegen den Krieg und gegen den Hass, gegen den Missbrauch, die Ausbeutung und gegen den Terror. Das Leben der Liebe sollte auch Auftrag der Religionen untereinander sein, denn sonst haben diese ihre wesentlichste Bestimmung im Mit- und Füreinander verloren.

Der Frieden auf Erden ist der Kern vieler Predigten. Gerade zur Weihnachtszeit ist der Kirchgang Tradition, um wie in jedem Jahr die Weihnachtsgeschichte zu hören und altbekannte Lieder zu singen.

Ich glaube, dass jeder Einzelne zum Wohl beitragen kann. Tragen wir doch den Frieden und die Liebe in unserem Herzen. Gönnen wir unserem Nächsten sein Glück und neiden nichts.

Ein Spruch von Theodor Fontane berührt mich sehr:

Wer demütig ist, der ist duldsam, weil er weiß, wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf; wer demütig ist, der sieht die Scheidewände fallen und erblickt den Menschen im Menschen.“

Am Sonntag können wir schon die 2. Kerze unseres Adventskranzes leuchten lassen. Ich wünsche Ihnen, dass nichts anbrennt und eine wundervolle Zeit.

Dies ist meine letzte Kolumne in dieser Zeitung. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre Treue und die vielen positiven Rückmeldungen bedanken. Vielleicht liest man sich irgendwann an anderer Stelle wieder.

Herzliche Grüße

Marion Lindhof

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