Schnellkontakt: media@meine-onlinezeitung.de   -    Telefon: 0152 - 25 12 75 36


Jobbörse Blickpunkt FANKURVE Veranstaltungskalender Partnerzeitungen Restaurants

01.06.2017 - 09:16 Uhr

Hover- oder Longboard mit Antrieb? Polizei rät: Vor Kauf informieren und gesetzliche Vorgaben beachten!

Bad Münder (red). Die Polizei Bad Münder ermittelt gegen einen Jugendlichen (15) wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Inbetriebnahme eines nicht zum Verkehr zugelassenen Fahrzeuges.

Der Jugendliche war der Streife am Montagabend, gegen 22:25 Uhr, auf dem Gehweg parallel zur B442 zwischen Bad Münder und Hachmühlen aufgefallen. Er fuhr dort mit einem Hoverboard (siehe Foto). Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die Betriebsanleitung eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h für das Hoverboard ausweist. Daher muss das Hoverboard pflichtversichert werden (gilt ab 6 km/h) und der Fahrer muss eine Fahrerlaubnis der Kraftrad bzw. Pkw-Klasse vorweisen können.

Das Hoverboard des 15-Jährigen war aber weder versichert, noch ist der Jugendliche im Besitz einer Fahrerlaubnis. Auch gelten die allgemeinen Bestimmungen der StVZO und Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV). Wenn -wie bei Hoverboards üblich- die Zulassungsvorschriften (z.B. Bremsen, Beleuchtung) nicht erfüllt werden, dürfen diese Boards im öffentlichen Verkehrsraum nicht in Betrieb genommen werden. Die Polizei rät Eltern sich vor dem Kauf eines solchen Boards (gilt auch für Longboards mit Motor) über die verkehrsrechtliche Einstufung zu informieren (z.B. im Internet auf der Seite des ADAC).

Der ADAC schreibt zum Hoverboard

Es gelten die allgemeinen Bestimmungen der StVZO und FZV, sofern die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 6 km/h beträgt. Da diese Fahrzeuge konstruktionsbedingt die Zulassungsvorschriften über Sitz, Lenkung, Bremsen, Beleuchtung, Spiegel etc. nicht erfüllen können, dürfen diese Boards daher nur im abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr bewegt werden. Ansonsten droht eine Geldbuße und 1 Punkt.

Die angebotenen Elektro-Boards haben eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h und müssen pflichtversichert werden. Eine solche Versicherung wird jedoch nicht angeboten. Wer dennoch im öffentlichen Verkehr fährt macht sich strafbar nach § 6 PflVersG! Das Führen eines solchen Kraftfahrzeugs setzt außerdem eine Fahrerlaubnis voraus. Da dem Gesetzgeber diese Boards bei der Definition der Fahrerlaubnisklassen nicht bekannt waren, ist es schwierig, die konkrete Fahrerlaubnisklasse zu bestimmen.

Die Boards könnten nach dem Gesetzeswortlaut sowohl unter die Kraftrad-Klassen AM, A1, A2, A, aber auch unter die Pkw-Klasse B fallen. Wer ohne die erforderliche Fahrerlaubnisklasse und trotz Verbotes, die Boards im öffentlichen Straßenraum zu benutzen, damit fährt, begeht zusätzlich eine Straftat nach § 21 StVG (Fahren ohne Fahrerlaubnis). Schäden, die beim Betrieb des Einrades verursacht werden, sind nicht von der privaten Haftpflichtversicherung erfasst. Sach- oder Personenschäden muss der Fahrer daher aus eigener Tasche erstatten. (Quelle: ADAC).

Hover- oder Longboard mit Antrieb? Polizei rät: Vor Kauf informieren und gesetzliche Vorgaben beachten! - Auf Twitter teilen.
Anzeige

TOP 5: Die meistgelesenen Nachrichten der Woche

 

Region Aktiv

Unser Nachrichten-Netzwerk
Brakel News Einbeck News Holzminden News
Höxter News Immobilien aus der Region Meine Fankurve
Northeim News Sportkurve Höxter Warburg News
Weser-Ith News